Gartenbegriffe leicht erklärt – Teil zwei Stauden
Gartenbegriffe leicht erklärt Stauden

Gartenbegriffe leicht erklärt – Teil zwei Stauden

Wie versprochen machen wir heute weiter mit “Gartenbegriffe leicht erklärt”. Im zweiten Teil soll es um Stauden gehen. Ich liebe Stauden sehr, denn sie sind so unglaublich vielfältig in ihren Farben, Blütenformen, Höhen und Strukturen. Manche duften grossartig, verändern ihr Aussehen über die Jahreszeiten und bringen Lebendigkeit in deinen Garten.

In diesem Artikel will ich dich ein bisschen mit meiner Liebe zu Stauden anstecken. Lass uns gleich loslegen.

  • Was sind eigentlich Stauden?
  • Warum sind Stauden so wertvoll für den Garten?
  • Wie pflege ich Stauden?
  • Frühjahrs- oder Herbstschnitt / Mulchen?
  • Und welche Stauden sollten in keinem Garten fehlen?

Was sind eigentlich Stauden?

Was sind eigentlich Stauden?
Was sind eigentlich Stauden?

In der Literatur liest man Sätze wie “Stauden sind winterharte, meist krautige Pflanzen, die alljährlich aus ihren ausdauernden Wurzelstöcken oder Zwiebeln austreiben und zur Winterruhe wieder darin zurückziehen.” Ähhhh, bitte was? Ich drösle dir diese Fachbegriffe Schritt für Schritt auf. Ich selbst habe nämlich auch jahrelang nur Bahnhof verstanden.

Winterhart bedeutet, dass die Pflanze den Winter überdauert, sprich sie stirbt zwar im Winter oberirdisch ab, treibt im Frühjahr aber wieder neu aus. Die Stengel und Blätter werden also im Herbst oder Winter braun und sterben tatsächlich ab. Die Basis der Pflanze überwintert aber im Boden und bildet im Frühjahr neue Blätter, Stengel und Blüten.
Krautig beschreibt den Zustand der Stengel. Stellt euch einen Storchschnabel vor und daneben einen Lavendelstrauch. Die Stengel des Storchschnabels bleiben, auch wenn er im Frühjahr nicht zurück geschnitten wird, immer weich, da er neu aus der Erde austreibt. Er ist also krautig. Im Gegensatz dazu treibt zwar ein Lavendel im Frühjahr ebenfalls in frischen weichen Trieben aus, allerdings verholzen die alten Triebe. Das heisst, mit zunehmendem Alter werden die Triebe hart und holzig und verlängern sich in jedem Jahr lediglich an den Triebspitzen.
Ausdauernd sind nicht alle Stauden gleichermassen. Es gibt Arten und Sorten, die nach einigen Jahren eingehen werden. Der Grossteil der Stauden bleibt aber viele Jahre vital und entwickelt sogar häufig erst mit der Zeit seine volle Schöhneit. Tipps, wie du Stauden lange gesund und vital halten kannst, gibts weiter unten beim Thema Staudenpflege. 
Wurzelstöcke / Zwiebeln Die Staude zieht ihre Energie wie oben beschrieben im Winter in den Wurzelstock bzw in die Zwiebel zurück. Dort überdauert sie die Kälte und sobald die Tage wieder heller werden und der Boden sich erwärmt, treiben sie frisch durch. Sie erneuern sich aus sich selbst. 

Warum sind Stauden so wertvoll für den Garten?

Stauden sind ökologisch und gestalterisch wertvoll
Stauden sind ökologisch und gestalterisch wertvoll

Wo soll ich nur anfangen? Sowohl gestalterisch als auch ökologisch bringen mich Stauden ins Schwärmen. Mit Stauden lassen sich einfarbige, kunterbunte, romantische oder formale Pflanzungen gestalten. Der Insekten- und Tierwelt bieten Stauden ein reichhaltiges Nahrungs- und Nistangebot.

Stauden bringen Vielfalt in den Garten, seien es alle Farben, die uns die Natur schenkt, unterschiedlichste Blattstrukturen und Wuchshöhen von wenigen Zentimetern bis mannshoch. Wir können blickgeschützte Rückzugsorte schaffen, Rabatten in Regenbogenfarben bepflanzen oder Balkone mit einer dauerhaften Blütenpracht herausputzen. Lies gerne hier mehr über mein Projekt Cottage Garden Balkon. Beinahe unendliche Gestaltungsmöglichkeiten bieten uns Stauden.

Auch die Tierwelt profitiert von Stauden bzw. ist sogar auf deren Existenz angewiesen. Offene Blüten bieten Pollen und Nektar und das vom Vorfrühling bis zum Frost. Sogar im Winter gibt es einige wertvolle Gartenschätze, die weiterhin einladend ihre freundlichen Gesichter in die Luft strecken.

In den trockenen (markhaltigen = hohlen) Stengeln zahlreicher Stauden überwintern Wildbienen und andere Insekten, ebenso im Laub. Daher bitte wo immer möglich die Stengel stehen und das Laub auf den Beeten belassen. 

Wie pflege ich Stauden?

Staudenpflege Startbedingungen, Rückschnitt, Verjüngung
Staudenpflege Startbedingungen, Rückschnitt, Verjüngung

Startbedingungen

Damit sich Stauden optimal entwickeln und uns viele Jahre lang Freude machen (Stauden können so manches Menschenleben überdauern!) sollten bereits bei der Auswahl einige Dinge beachtet werden was die Bodenbeschaffenheit, Standortwahl und Lichtansprüche angeht. Lies hierzu gerne meinen Artikel zu diesem Thema.

Bei der Pflanzung solltest du darauf achten, dass der Boden weitestgehend frei von Unkräutern ist, denn zumindest in der ersten Entwicklungsphase kann sich die Staude noch nicht gut gegen Wildkräter durchsetzen, denn sie ist damit beschäftigt anzuwachsen und Wurzeln zu bilden. Übrigens: eine ganzjährig dichte Staudenpflanzung nimmt dem Wildwuchs Licht, Wasser und Nährstoffe und hält es somit auf natürliche Weise in Schach. Du hast also weniger Arbeit, mehr Freude für Auge und Herz und dazu auch noch mehr Nahrung und Unterschlupf für Insekten. Win, Win, Win würde ich sagen!

Versorge die Staude bei der Pflanzung ausserdem mit guter Erde, Kompost und gerne Bodenaktivator oder anderen Hilfsstoffen, die das Bodenleben anregen. Dünger ist nicht unbedingt notwendig, sinnvoller ist es, Regenwürmer und Wirbellose dazu anzuregen, Boden in nährstoffreiches Substrat zu verwandeln. Achte vor allem darauf, keine giftigen Substanzen zu verwenden, denn diese können das gesamte Okösystem aus dem Gleichgewicht bringen.

Der Chelsea Chop

Hat sich deine Staude nun schön entwickelt, kannst du im Frühjahr einen wahnsinnig coolen, altbewährten Trick anwenden: den Chelsea Chop. Hä? Bitte was? Keine Panik. Das hört sich extravaganter an als es ist. Die deutsche, etwas sperrige Übersetzung ist der “Vorblüteschnitt”. Wenn du auf höchst amüsante Weise etwas von einem echten Engländer über den Chelsea Chop erfahren möchtest, schau dir unbedingt das Video von James der Gärtner an.

Der Chelsea Chop ist nach der Chelsea Flower Show benannt, einer Art Mekka für Gartengestalter seit dem frühen 19. Jahrhundert. In 2021 fand die Ausstellung zum allerersten Mal im September statt, ein sehr ungewöhnliches Ereignis. Klassisch ist sie auf Ende Mai terminiert.

Beim Chelsea Chop kürzt man bei Stauden, die im Sommer blühen etwa ein Drittel der Triebe. Der beste Zeitpunkt ist Ende Mai, spätestens Anfang Juni. Man kann entweder rundherum alle Triebe einkürzen, wie zufällig in der Pflanze verteilt einige Triebe auslichten oder auch das vordere oder hintere Drittel wählen. Dabei kommt es darauf an, was mit dem Chelsea Chop bewirkt werden soll.

Übrigens: bei vielen Stauden kannst du diese Triebe nutzen, um sie zu vermehren! Stelle sie etwa zwei Wochen lang in ein Glas Wasser, bis sich Wuzeln gebildet haben. Schon hast du eine kostenlose Jungpflanze und kannst sie entweder in deinen Garten pflanzen oder aber an Gartenfreunde verschenken. 

Verbesserung der Standfestigkeit bei Astern, Sedum oder Phloxen: Das Einkürzen von einem Drittel der äusseren Triebe bewirkt, dass sich die Triebe hier mehr verzweigen und dadurch die restliche Pflanze stützen. Ausserdem kommen diese Triebe deutlich später zur Blüte, was die Gesamtblütezeit der Staude enorm verlängert. Dabei kannst du entweder den äußeren Ring der Triebe entfernen oder aber den gesamten vorderen oder hintereren Teil der Triebe entfernen.

Kompakterer Wuchs z.B. bei Katzenminze (Nepeta): Nimmt man aus der Katzenminze gleichmässig über die Pflanze verteilt einige Triebe heraus, verzweigen sich auch hier die Triebe besser wodurch die Pflanze gleichmässiger und voller wächst.

Der Remontierschnitt

Wieder so ein Fachbegriff, denkst du dir sicher. Aber deswegen liest du ja diesen Artikel – um endlich all diese Fachbrgriffe zu verstehen.

Viele Stauden können remontieren, das bedeutet sie sind in der Lage nach der Hauptblüte ein weiteres Mal auszutreiben und neue Blüten zu bilden. Für den Remontierschnitt eignen sich beispielweise Katzenminze, Storchschnabel, Frauenmantel, Salbei oder manche Glockenblumen.

Hierzu kürzt du sie relativ radikal ein, kurz bevor der erste Blütenflor abgeblüht ist. Ich weiss, das kann echt weh tun. Aber als kleines Trostpflaster kannst du dir daraus einen schönen Blumenstrauss oder Kranz binden. Nun sorge für eine kleine Kur mit organischem Dünger und Wasser und in wenigen Wochen wird die Pflanze frische Blätter und bald auch Blüten gebildet haben. Mit etwas Glück bekommst du bei manchen Stauden sogar drei Blüten pro Saison gezaubert.

Übrigens: Selbst bei Stauden, die keine neue Blüte bilden, machen auch die frischen Blätter ein schönes Bild im Beet.

Teilen von Stauden zur Verjüngung oder Eindämmung

Manche Stauden neigen dazu, mit den Jahren entweder zu vergreisen und blühfaul zu werden oder aber sie haben einen grossen Ausbreitungsdrang und bedrängen ihre Beetnachbarn. In beiden Fällen hilft eine Teilung. Ein guter Zeitpunkt ist das Frühjahr oder der Herbst. Ich persönlich habe die besten Erfahrungen mit der Pflanzung/Teilung im Herbst gemacht.

Du gräbst also die entsprechende Staude aus und achtest darauf, möglichst viele Wurzelstücke aus der Erde zu entfernen. (Auch diese kannst du übrigens zur Vermehrung nutzen).

Nun kommt wieder ein recht radikaler Arbeitsschritt: Du teilst den Wurzelballen entweder mit einem Messer, dem Spaten oder gar der Axt. Beim Teilen macht es Sinn, das Kraut herunterzuschneiden, damit die Staude sich erstmal auf das Anwachsen konzentrieren kann, ähnlich wie bei der Pflanzung.

Nun kannst du entweder mit den neu entstandenen Pflanzen dein eigenes Beet bestücken, die Wurzelstücke verschenken oder entsorgen. Bei der Pflanzung beachtest du dieselben Punkte wie oben bereits beschrieben.

Frühjahrs- oder Herbstschnitt und mulchen?

Dies ist eine sehr wichtige Frage, die jedes Jahr aufkommt. Soll ich meine Stauden im Frühjahr oder im Herbst zurückschneiden?

Die Antwort ist einfach: Im Frühjahr. Immer. Warum? Weil auf diese Weise zum Einen die Pflanze an sich vor den Einflüssen des Winters geschützt ist. Zum anderen überwintern in den Stengeln und im Laub von Stauden zahllose Insekten. Denen tust du einen riesigen Gefallen, wenn du alle Stauden über den Winter stehen lässt. Ausserdem entstehen wunderschöne Gartenbilder im Winter, wenn sich auf Fetthennen kleine Schneemützen sammeln oder der Rauhreif auf Gräsern und Stengeln liegt.

Die einzige Ausnahme sind Pflanzen, die von einem Pilz befallen wurden. Hier macht es Sinn, Stengel und Laub abzuräumen und im Restmüll zu entsorgen. Auch umgefallene Stauden kannst du zurückschneiden, damit sie nicht auf dem feuchten Boden schimmeln.

Wenn du im Frühjahr all deine Stauden knapp über dem Boden zurückgeschnitten hast, ensteht viel Biomasse. Es ist eine super Idee, diese Stengel klein zu schneiden oder zu häckseln (du kannst auch mit dem Rasenmäher darüber fahren) und auf dem Beet zu verteilen. So entsteht mit der Zeit wertvoller Humus und dies entspricht auch dem Grundsatz: Was ich aus dem Garten herausnehme, gebe ich dem Garten zurück.

Welche Stauden sollten in keinem Garten fehlen?

Das ist nun ein Thema, da kann ich mich fast nicht halten. Es gibt beinahe unendlich viele Stauden die aus den unterschiedlichsten Gründen wundervoll sind. Daher beschränke ich mich hier auf meine absoluten Lieblinge, die unkompliziert und wertvoll für Insekten sind.

Meine Lieblingsstauden Storchschnabel
Meine Lieblingsstauden Storchschnabel

Storchschnabel (Geranium) Ich weiss, der wird häufig auf Blogs empfohlen. Absolut berechtigt allerdings. Es gibt ihn in unzähligen Arten und Sorten, Farben und Höhen. Manche Arten sind ausbreitungsfreudig (über Ausläufer und Samen), einige klettern sogar in Rosen oder Sträucher, viele haben eine hübsche Herbstfärbung und eignen sich für nahezu jeden Standort. Meine bisherigen Favoriten sind u.a. die Hybride ‘Rozanne’, die nahezu unverwüstlich ist und von Mai bis November blüht. Rozanne ist ein absoluter Bienenmagnet und steht am liebsten sonnig. Sie ist aber ein bisschen “fusselig” und nimmt gerne grosse Flächen ein. Durch beherzten Rückschnitt bleibt sie sittsam kompakt. Eine neue grosse Liebe ist die Art Geranium oxonianum ‘Orkney Cherry’. Der Oxford Storchschnabel hat bronzefarbene Blätter, ganz kleine pinke Blüten mit heller Mitte und das coolste: Er kann alles ab von Schatten bis pralle Sonne, lässt sich gut in Form halten, blüht quasi ununterbrochen und ist ein schöner Kontrast im Beet. Man bekommt ihn nicht überall aber er wird bei mir künftig den Cottagegarden Balkon schmücken und meine Pflanzschale am Teich.

Meine Lieblingsstauden Sterndolde
Meine Lieblingsstauden Sterndolde

Sterndolde (Astrantia) Die Sterndolde ist für mich eine eher neue Entdeckung und ich bin schwerverliebt. Sie hat bezaubernde Blüten und ist sehr robust. Die Sterndolde ist eine heimische Wildstaude aus der viele wunderschöne Sorten gezüchtet wurden. Sie mag es halbschattig und ist ansonsten anspruchslos. Zwar blüht sie nicht unendlich lang, ist aber durch einen Remontierschnitt zu einer Nachblüte im September animierbar. Meine beiden (Astrantia major und Astrantia Major ‘Moulin Rouge’) blühen übrigens auch im Oktober noch immer. Sterndolden versamen sich und bilden so einen natürlichen Bestand, wenn man es zulässt.

Meine Lieblingsstauden Fetthenne
Meine Lieblingsstauden Fetthenne

Fetthenne (Sedum) Auch die Fetthenne ist so eine wundervolle, robuste und wandelbare Staude. Ob im Kiesgarten, im Beet, sonnig oder halbschattig – an vielen Plätzen fühlt sich diese hübsche und dankbare Staude wohl. Ich habe im Garten die Sorte ‘Herbstfreude’. Sie bildet verlässlich dichte Horste und entwickelt über den Spätsommer hübsche Schirme, die sich im Herbst rostrot verfärben. In der Literatur wird empfohlen, sie sonnig zu pflanzen, aber bei mir entwickelt sie sich auch toll im Halbschatten und absonnigen Bereich. Allerdings kippt sie hier in regenreichen Jahren eher um. Führt man hier den Cheslea Chop im Mai durch, lassen sich die abgeschnittenen Triebe übrigens wunderbar zur Vermehrung nutzen. Ich habe sie einfach in die feuchte Erde gesteckt – und bereits im ersten Jahr blühen sie! Die Fetthenne bietet im Herbst eine wertvolle Nahrungsgrundlage für Insekten und in den hohlen Stielen können Insekten überwintern. Ausserdem sieht sie im Wintergarten wirklich zauberhaft aus. Rundum eine klare Herzensempfehlung.

Meine Lieblingsstauden Wiesenraute
Meine Lieblingsstauden Wiesenraute

Wiesenraute (Thalictrum) Auch eine Neuentdeckung für mich. Letzten Winter bin ich im Netz darüber gestolpert und musste sie unbedingt haben. Gute Entscheidung! Gut, zugegeben, sie ist nicht ganz standfest. Und die erste, die ich setzte, ist bereits eingegangen bevor sie richtig austrieb. Aber dann… Ich habe zwei Sorten gesetzt, Thalictrum delavayi ‘Album’ und ‘Hewitt´s Double’. Besondes die weisse Sorte hat es mir angetan, ausserdem hat sie im Gegensatz zu der anderen Sorte offene Blüten, was den Insekten zugute kommt. Die Blüten erinnern mich an kleine tanzende Elfen, was ich besonders bezaubernd finde, da sie recht hoch über der restlichen Pflanzung schweben. Für ein neues Beetprojekt habe ich mir noch eine weitere Sorte bestellt, die Art delayvai, die mit violettrosa Blüten begeistert. Auch die Wiesenraute ist eine wertvolle Wildstaude und manche Sorten versamen sich, was wundervoll zu einer naturhaften Pflanzung passt. Können sie sich an einer leichten Stütze halten (ich habe Birkenzweige ins Beet gesteckt), werdet ihr grosse Freude mit diesen Schönheiten haben.

Meine Lieblingsstauden Elfenblume
Meine Lieblingsstauden Elfenblume

Elfenblume (Epimedium) Noch so ein Liebling von mir. Ich habe viele unterschiedliche Sorten im Garten. Die Elfenblume mag es eher schattig bis maximal halbschattig und macht sich wunderbar unter Gehölzen oder an schattigen Hauswänden. Ich mag die Ruhe, die das Laub in die Pflanzung bringt und mich verzaubern jedes Frühjahr die winzigen, filigranen Blüten, die tatsächlich ebenfalls aussehen wie tanzende Elfen (daher der Name). Es gibt sie in unterschiedlichsten Farben und Formen, mit panaschierten, dunklen oder ganz hellen Blättern. Ich mag auch sehr, dass viele Sorten wintergrün sind. Das ist eine tolle Sache. Wintergrün bedeutet, dass die Elfenblume den Winter über ihr Laub behält. Im Frühjahr treibt dann frisches, neues Laub aus, welches das alte Laub verdeckt. Wenn man mag, kann man das alte Laub im Frühjahr entfernen, das ist aber nicht unbedingt nötig. Ausserdem muss man sehr aufpassen, denn zeitgleich treiben die filigranen Blüten aus. Die sollte man keinesfalls mit abschneiden. Viele Sorten haben eine tolle Herbstfärbung.

Mein Fazit

Nun habe ich dich hoffentlich nicht erschlagen mit all den Informationen. Kannst du ein bisschen nachvollziehen, warum ich Stauden so sehr liebe?

Wenn du es nicht eh schon tust – wirst du dich trauen, künftig mehr Stauden zu verwenden?

Und: was ist deine absolute Lieblingsstaude? Erzähl mal 😉

Deine Christina

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. Klaus

    Sehr gut geschrieben, ansprechend und motivierend! Gerne mehr davon!
    Eine meiner Lieblingsstauden ist die Pfingstrose! Ein Ausrufezeichen in jedem Garten! In den Duftwolken könnte ich stundenlang schwelgen! Faszinierend für mich ist, dass noch kein Parfümeur der Welt es fertig brachte, den Duft in den Flacon zu bannen, ohne den leicht muffigen Unterton wezubekommen – nichts geht über das natürliche Original! Habe über 15 Jahre lang Pfingstrosen als Schnittblumen produziert und an den Viktualienmarkt München und die Markthalle Stuttgart geliefert. Meine Lieblingssorten sind “Reine Hortense” in kräftigem Pink, “Sarah Bernhard” in Pink/Rot und als absoluter Liebling die langstielige und unvergleichlich duftende weisse “Festiva Maxima”. Bei gutem Boden oft mit rötlicher Blütenmitte! Pfingstrosen sind für mich wichtige “Gerüstbildner” in großen Staudenbeeten und unverzichtbar für jeden, der gerne Blumensträuße aus dem eigenen Garten möchte! Tip zum Schneiden: Vor dem Schnitt den “Daumentest” machen . Das grüne Deckblatt klebt als Hülle über der geschlossenen Blüte. Wenn sich dieses mit dem Daumen wegschieben lässt, kann man die noch knospigen Stängel schneiden. Dabei zwei Blätter an der Staude lassen, nicht ganz am Boden schneiden, dann kann die Staude weiterhin assimilieren. Durch den noch knospigen Schnitt halten die Schnittblumen sehr lange! Mehrmals Wasser wechseln und neu anschneiden!

    1. Wow. Ich danke dir!

      Mensch, Klaus. Da bekommt man richtig Lust darauf Pfingstrosen zu pflanzen. Ich habe zwei davon im Garten, die allerdings namenlos sind – ich habe sie irgendwann mal aus der Gärtnerei mitgenommen und musste sie letztes Jahr auch noch umsetzen. Sie zeigen mir deutlich, dass es ihnen nicht sehr gut bei mir gefällt. Ich vermute mal, sie stehen zu sonnig und zu trocken. Magst Du mir einen Tip geben, wie ich den perfekten Platz für die beiden finde? Danke für deinen wertvollen Input!
      Übrigens pflege ich zwei Gärten, in denen sich Pfingstrosen versamen und dadurch eher lästig werden. Mir blutet das Herz, aber manchmal muss ich dann recht schöne Exemplare entfernen – Ich kann leider nicht alles adoptieren 😉
      Grüßle Christina

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